Henne oder Ei? Nahrungsmittelintoleranz oder Darmprobleme? Was war zuerst da?

2019-05-07
Unverträglichkeit Ernährung nach TCM Buchtipps
Unverträglichkeit_Henne_Ei

Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. In den vielen Jahren meiner beruflichen Tätigkeit, kamen viele Menschen zu mir, weil sie wissen wollten, ob die Blähungen, Durchfall oder andere Darmprobleme von Unverträglichkeiten kommen. Lösen Unverträglichkeiten Symptome aus? Ja, allerdings auch nicht immer. Sind Magen/Darmprobleme und Erkrankungen Folge von Unverträglichkeiten? Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Denn was war zuerst da?

Das Intoleranzen Beschwerden auslösen ist klar. Werden zum Beispiel Milchzucker oder Fruktose nur teilweise oder schlecht verstoffwechselt, dann erzeugt das sehr oft Blähungen und Durchfall.
Das bedeutet, das Problem wird durch Symptome sichtbar. Warum aber diese Unverträglichkeiten bestehen, ist oft eine Folge von falscher Ernährung, Fertigprodukte und Fastfood, Lebensmittelzusätze, Stress, Einnahme von Medikamenten und vieles mehr. Alles, was unser Verdauungssystem schwächt, kann über kurz oder lang zu Intoleranzen führen.

In der TCM, wissen wir das schon lange. Der Funktionskreis Milz/Magen – entspricht dem westlichen Verdauungssystem – wird geschwächt. Wir bezeichnen diesen Funktionskreis auch als „Mitte“. Durch zu viele Bildschirmarbeiten, Sorgen/Grübeln, zu viel Denken, unregelmäßiges und zu spätes Essen, zu kalte Nahrung (kalte Getränke, zu viel Rohkost, zu viel Joghurt und Milchprodukte), unverdauliche, QI-arme Nahrung (Fertigprodukte, Mikrowelle, gefrorenes, etc.) wird die „Mitte“ geschwächt. Aber auch Medikamente, synthetische Zusätze können den Funktionskreis stören. Erkennst du dich wieder?

Es geht also nicht nur darum herauszufinden, ob und welche Unverträglichkeiten bestehen. Sondern es geht immer auch darum, herauszufinden, woher diese Intoleranzen entstanden sind und das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen.

Bei meiner täglichen Arbeit, biete ich die Energiestatusmessung mit Prognos Meridiandiagnose an, wo über die Meridiane der energetische Zustand im Körper gemessen und interpretiert wird. Eines der häufigsten energetischen Schwächezustände dabei ist der sogenannte Milz-QI-Mangel. Also übersetzt zu wenig Energie in den Verdauungsorganen, in der „Mitte“. Jede Ernährungsumstellung, jede Maßnahme hat daher immer den Fokus darauf, die „Mitte“ zu stärken. Einerseits durch das Weglassen von Nahrungsmitteln, welche unverträglich sind und generell zu meiden sind, wie Fertigprodukte, Zucker, eventuell Milchprodukte, manchmal Gluten, etc. Andererseits durch die aktive Förderung der Verdauungskraft, durch selbst gekochtes warmes Essen, gut Kauen und langsames bewusstes Essen, Kräuter und Gewürze, spezielle Darmbakterien, Heilerden wie Zeolith, Bentonit, Aloe Vera Drinking Gels, Basen und vieles mehr. Aber Maßnahmen, welche den Stress im Kopf reduzieren wie Bewegung, Entspannung, etc.

Mehr Informationen zur Energiestatusmessung

Ein bekannter Wiener Arzt, Dr. med. Georg Weidinger, hat dazu mehrere Bücher geschrieben. Die Heilung der Mitte beschreibt einfach und interessant, warum es wichtig ist, die „Mitte“ zu stärken und liefert sowohl nach westlicher Medizin, als auch nach TCM, die passenden Erklärungen dazu. Ich kann dieses Buch wirklich jedem, auch Laien, aber insbesondere auch jedem Arzt oder Menschen in Heilberufen, empfehlen.

 

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